Im Kino

„Black Bag“, oder: Das Agenten-Dilemma

In „Black Bag“ gerät Michael Fassbender als Spion in einen Gewissenskonflikt: Liegt seine Treue beim Vaterland oder seiner Ehe? Der neue Film von Steven Soderbergh wartet mit einem klugen Drehbuch auf, das einmal mehr von den Dilemmata des Agentenwesens erzählt.

Spielen die Hauptrolle in „Black Bag“: Michael Fassbender (l.) und Cate Blanchett bei der Premiere in New York

Spielen die Hauptrolle in „Black Bag“: Michael Fassbender (l.) und Cate Blanchett bei der Premiere in New York Foto: AFP/Angela Weiss

Spione sind im Kino oftmals ganz entleerte Gestalten, sie besitzen kein psychologisches Profil, 007 ist ein Codename, keine wahre Identität. Spione haben kein „vitales“ Programm, kein Privatleben, keine emotionellen Beziehungen, keine romantischen Liebschaften. Der Mission, dem Vaterland gilt die absolute Treue, wird diese Grenze überschritten, ist die Katastrophe unabwendbar – davon erzählen Spionagefilme immer wieder in unterschiedlichen Facetten, der Regisseur Steven Soderbergh greift diese Leitlinie auf, versucht sie aber positiver aufzuladen.

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