Kunstecke
Bis zum 31. August können sich Künstler für den Luxembourg Art Prize bewerben
Was 2015 wie eine futuristische Initiative eines privaten Galeristen ausgesehen hat, geht 2020 in die sechste Auflage. Der Luxembourg Art Prize wurde damals und angesichts der knappen finanziellen Finanzaufwendungen für luxemburgische Preise im Bereich der bildenden Kunst teils bewundert, teils belächelt. Viele haben nicht daran geglaubt, auch weil die Bezeichnung eher prätentiös war und recht wenig mit der Kunstszene im Großherzogtum zu tun hatte.
Dieses Kunstwerk wurde 2019 ausgezeichnet: Vervlogen (Bygone) von Jenny Ymker, 2018, Gobelin, 193 x 291 cm
Einziger Beziehungspunkt zu Luxemburg war in der Tat eine vom französischen Kunstkenner Hervé Lancelin in der Hauptstadt Nummer 7 in der Michel-Rodange-Straße gegründete Galerie. Einige interessante Ausstellungen, die Beteiligung an der Luxembourg Art Week und die Umwandlung der Galerie in die „Pinacothèque“, die der Eigentümer als „privates Non-Profit-Museum“ versteht, reichten bislang scheinbar nicht aus, sich vollends in die heimische „Szene“ einzufühlen. Nun gut, das muss ja auch nicht unbedingt sein, gilt es doch in einer globalisierten Kunstszene Luxemburg als Plattform für internationale Aktivitäten zu nutzen. Andere Kulturträger tun das ja auch, wenngleich mit anderen Mitteln.