Archäologie
Bevor Grevenmacher Mauern hatte: Was Archäologen in den Baxerasgärten freilegen
Bevor in den Baxerasgärten gebaut wird, legen Archäologen Spuren älterer Siedlungen frei – von der Römerzeit bis ins Mittelalter. Ein Überblick.
Überraschender Fund: Mehrere große Steinplatten könnten zu einem bislang nicht näher bestimmten größeren römischen Gebäude gehören Fotos: Marco Goetz
Seit Januar wird in den Baxerasgärten in Grevenmacher gegraben. Schicht für Schicht kommt dabei ans Licht, was lange unter Gärten und späteren Gebäuden verborgen lag: römische Spuren, Befunde aus merowingischer und karolingischer Zeit, Grubenhäuser um das Jahr 1000 sowie Mauerreste aus verschiedenen Jahrhunderten.
Die Funde schreiben die Geschichte der Moselstadt nicht neu. Sie verschieben aber den Blick. Denn sie zeigen, dass Grevenmacher nicht erst innerhalb seiner Ringmauer, zwischen Türmen und der engen mittelalterlichen Altstadt, entstand. Bevor die befestigte Stadt ihr Gesicht erhielt, bestand weiter oben am Hang bereits eine belebte Siedlung, nahe einer Römerstraße im Bereich der heutigen rue des Tanneurs.