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Bessere Weine durch Klimawandel: Spitzenqualität in ausreichender Menge
In den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gab es etliche kühle Sommer, deren Sonnentage nicht einmal ausreichten, um die Rivaner-Trauben zur Reife zu bringen. Für Pinot und Riesling reichten die meteorologischen Bedingungen etwa in den Jahren 72, 74, 78, 80, 88 und 90 schon gar nicht. Diese Zeiten scheinen vorbei. Die wärmeliebenden Trauben werden seit der Jahrtausendwende von der Sonne verwöhnt.
Früher „Fiederwäissen“: Die Trauben reiften schnell, die Lese ist zum Großteil abgeschlossen Foto: Editpress/Alain Rischard
Zwar gab es mit den Jahrgängen 2012 und 2013 weniger warme Sommer, dies waren denn aber auch die seltenen Ausnahmen. Besonders die letzten zwei Ernten, also 2018 und 2019, sowie die aktuelle zeichnen sich durch hohe Öchsle-Grade aus. Wie Robert Ley, Direktor des Remicher Weinbauinstituts, feststellen konnte, ist die Quantität mit 74.000 Hektolitern allerdings recht gering – so liegt sie in etwa auf Vorjahresniveau. Die Werte sind hervorragend und die geringere Menge ist zu verschmerzen, da vom 2018er noch recht viel in den Kellern liegt.