Luxemburg-Stadt
Belarussische Nonnen füllen Putins Kriegskasse mit Nippesverkauf auf Weihnachtsmarkt
Zwischen Glühwein und Ikonen steht auf der Place de Paris ein Stand belarussischer Nonnen – offiziell „karitativ“, international aber hoch umstritten. Recherchen bringen den St.-Elisabeth-Orden in Minsk in die Nähe des Kremls und pro-russischer Strukturen. Während andere europäische Städte den Orden vor die Tür setzen, zeigt sich Luxemburgs Stadtverwaltung ahnungslos.
Der Stand des Sankt-Elisabeth-Klosters auf der Place de Paris Foto: Editpress/Julien Garroy
Der Holzverschlag des St.-Elisabeth-Ordens auf der Place de Paris steht ein bisschen abseits, so, als gehöre er nicht ganz zu dem festlichen Treiben. An einem Metallgitter hängen gestrickte Socken zum Verkauf, ansonsten ist der Stand gespickt mit orthodoxer Ikonografie. Jesus, Muttergottes, Krimskrams aus Plüsch. Die Frau mit dem braunen, sackartigen Gewand und der altmodischen Nickelbrille arrangiert die Auslage neu. Dann setzt sie sich hin und löffelt Eintopf aus einer großen, roten Schale, dem Geruch nach eine Bohnensuppe.