Kunst

„Behescht“: Georges Hausemers Ausstellung im „Mierscher Kulturhaus“

Vom 2. Oktober bis zum 20. Dezember dieses Jahres können Interessierte die Kunstausstellung des 2018 verstorbenen bekannten Luxemburger Autors, Reiseschriftstellers und Übersetzers Georges Hausemer bestaunen. Nur wenige seiner Leser wissen, dass Hausemer zu Lebzeiten ebenfalls als Zeichner tätig war. Die Ausstellung, zu welcher nun auch kürzlich das begleitende Buch „Behescht – 97 komprimierte Unterhaltungsromane“ bei dem von Hausemer und dessen Ehefrau Susanne Jaspers gegründeten Verlag Capybarabooks veröffentlicht wurde, bietet einen ausdrucksvoll tiefen Einblick in die komplexe Seele des Autors.

Die Ausstellung bietet einen sehr tiefen Einblick in die Seele des Autors

Die Ausstellung bietet einen sehr tiefen Einblick in die Seele des Autors Foto: Mierscher Kulturhaus

Schlägt man die Bedeutung von „Behescht“ nach, so stößt man auf „behešt“, das serbische Wort für Paradies, Himmelsreich. Diese Begriffe können beim Betrachten von Hausemers Kunst fast schon als Oxymora betrachtet werden, da man eher in finstere Traumwelten mit abstrakt expressionistischen Zügen eintaucht als in paradiesisch anmutende Landschaften. Die Farbpalette des Künstlers gestaltet sich weitestgehend düster, was gewissermaßen die Stimmung der „komprimierten Unterhaltungsromane“ in „Behescht“ widerspiegelt. Die Ausstellung ist in fünf verschiedene Kunstphasen unterteilt: die frühe Phase (1990), die verschwundene Phase (1994-1996), die Kunstwerke einbezieht, die aufgrund der ausgewählten Farben und Techniken verblassten und mit der Zeit verschwanden, die schwarze Phase (1996), die Hauptphase (2003-2004) und die letzte Phase (2017). Jede einzelne Phase erzählt ihre eigene Geschichte. Hausemer experimentiert von Anfang an mit verschiedenen Papierarten, Texturen, Collagen, Motiven und Perspektiven.

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