Rundgang
Ausdruck einer Volkskultur: Luxemburger Gastgewerbe in der Belle Epoque
Angesichts einer Fülle von Anekdoten, Erinnerungen und Nostalgie ist der Besuch von Tavernen, Cafés und Restaurants zweifellos auch Ausdruck einer Volkskultur. In der Altstadt Luxemburgs gehört das Gastgewerbe als identitätsstiftendes Element zum kulturellen Erbe. Einerseits aus historisch-architektonischer Sicht, andererseits als immaterielles Kulturerbe der Gesellschaft. 85 Teilnehmer begleiteten am Sonntag Historiker Robert Philippart auf einer Entdeckungstour des Gastgewerbes der „Belle Epoque“.
Etablissements wie das Hotel Cravat (Vordergrund, Mitte) haben das Bild der Hauptstadt mitgeprägt Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
30 ehemalige Gaststätten wurden den Besuchern vorgestellt. Unternehmen wie die Hotels Brasseur, Entringer, Continental, Metropol, Ancre d’Or, Hôtel du Luxembourg oder Häuser wie das Café Jentgen, Café um Piquet, Café „Ënnert de Steiler“ und Münchner Kindl sind nur einige, die so manchem Luxemburger in Erinnerung geblieben sind. Über Institutionen wie den „Pôle Nord“ könnte man indes ganze Bücher mit Anekdoten und Erinnerungen füllen.