Verlorener Kampf

Ausbreitung der Asiatischen Hornisse ist in Luxemburg nicht mehr aufzuhalten – ein Gespräch mit einem Wespenberater

Die Asiatische Hornisse hat in Luxemburg Fuß gefasst – und stellt Imker, Obstbauern und Behörden vor Herausforderungen. Wespenberater Jérôme Morbé beobachtet die Entwicklung seit Jahren. Seine Einschätzung ist klar: „Wir werden sie nicht mehr los. Entscheidend ist, wie wir mit ihr umgehen.“

Eine Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) wird von einem Biologen mit einem Handschuh gehalten

Eine Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) wird von einem Biologen mit einem Handschuh gehalten Symbolfoto: dpa/Axel Heimken

Die Asiatische Hornisse breitet sich in Luxemburg unaufhaltsam aus. Ursprünglich stammt die „Vespa velutina nigrithorax“ aus Südostasien. Im Jahr 2004 wurde sie erstmals im Südwesten Frankreichs nachgewiesen – vermutlich eingeschleppt durch den Schiffsverkehr, als eine befruchtete Königin in einer Warenlieferung den Weg nach Europa fand. „Alle heute bekannten Nester in Europa lassen sich genetisch auf diese eine Königin zurückführen. Das ist erstaunlich – sie hat überwintert, ein Nest gegründet, junge Königinnen hervorgebracht, und so hat sich die Art immer weiter verbreitet“, erklärt Jérôme Morbé, Wespenberater bei der Gemeinde Bettemburg und freiwilliger Mitarbeiter bei „natur&ëmwelt“.

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