Altlasten der Casa-Deponie

Auf einer Baustelle in Beggen wurden erhöhte Schwermetallwerte gemessen

In der rue de Beggen entsteht neben dem Gelände der früheren Casa-Deponie ein Wohngebäude. Analysen des Wassers, das sich in der Baugrube angesammelt hat, ergaben, dass der Anteil einiger Schwermetalle sehr hoch ist. Weder Gemeinde noch die Umweltverwaltung sagen sich dafür zuständig. Für den Bauunternehmer ist das Ganze  unbedenklich.

Bauen neben Altlasten: Nahe der ehemaligen Casa-Deponie in Beggen entsteht ein Wohngebäude

Bauen neben Altlasten: Nahe der ehemaligen Casa-Deponie in Beggen entsteht ein Wohngebäude Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Türkisfarben wie das Meer in der Karibik habe das Wasser in der Baugrube geglänzt, sagt Gemeinderatsmitglied Guy Foetz („déi Lénk“). Ein Anwohner hatte eine Probe des Gewässers entnommen und sie der Partei übergeben. Diese habe die Probe auf eigene Kosten in einem Labor untersuchen lassen, wo eine vielfache Mehrbelastung durch die Metalle Vanadium und Molybdän festgestellt wurde. Die Werte lägen um ein Vielfaches höher als beispielsweise die Grenzwerte des deutschen Bundeslandes Rheinland-Pfalz, die in Luxemburg oft als Maßstab benutzt würden. Der Gehalt von Molybdän überschritt die zulässigen „Sanierungszielwert“ um das 800-Fache, der von Vanadium um das 405-Fache. Vor allem Vanadium gilt als gesundheitsschädlich.

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