Von heute auf morgen „vulnérable“
„Auf einen Schlag älter“: Drei Seniorinnen erzählen, wie sie die heutige Zeit erleben
Als sich im März das Leben rasend schnell veränderte, galten ältere Menschen von einem Moment auf den anderen als besonders gefährdet. Auch in diesen Tagen gilt die Annahme, dass die Krankheit bei Senioren öfters einen schwereren Verlauf nimmt. Das Tageblatt hat sich mit drei Seniorinnen darüber unterhalten, wie sie den Lockdown empfanden und wie sie ihren „neuen Alltag“ erleben.
Von heute auf morgen „vulnérable“: Charlotte Leider, Nicole Wolff und Margot Matiz (v.l.n.r.) Foto: Editpress/Anne Lommel
Die drei Frauen kennen sich aus dem Senioren-Club „Uelzechtdall“ in Lorentzweiler. Die Jüngste im Bunde ist die 74-jährige Nicole Wolff. Während des Lockdowns hat sie „gefollegt“: Sie ist nicht mehr einkaufen gegangen und hat die meiste Zeit alleine zu Hause verbracht. „Da habe ich mich dann auch ‚vulnérable’ gefühlt“, erzählt sie. „Ich bin viel spazieren gegangen. Gott sei Dank hatten wir gutes Wetter.“