Zweiter Weltkrieg
Auf den Wegen des Widerstands: Wie Fluchthelfer Menschen aus Luxemburg schafften
Eine Erzählung von Zusammenhalt, Mut, Resilienz und Leid. Der Zweite Weltkrieg und das nationalsozialistische Joch verleiteten einige Luxemburger zu gefährlichen Hilfsmissionen. Sie halfen Alliierten, Kriegsdienstverweigerern und Geflüchteten über die Grenze in sicherere Gebiete und setzten dabei alles aufs Spiel: Familie, Freunde und schließlich auch ihr eigenes Leben. Eine Wanderung auf den Wegen, die die Fluchthelfer von damals eingeschlagen hatten.
Die Fluchthelfer und ihre Begleiter mussten gefährliche Wege auf sich nehmen. An jeder Ecke konnten Gefahren lauern. Foto: Editpress
Ein lauwarmer Sonntagmorgen. Von jung bis alt versammeln sich Menschen vor dem Ulflinger Bahnhof. Die Stimmung ist ausgelassen und heiter. Nach kurzen Kennenlerngesprächen ergreift Touristenführerin Germaine Kiefer das Wort und beginnt erste Informationen zum Ablauf der bevorstehenden Wanderung und den historischen Hintergründen zu geben. Sie erzählt von dem deutschen Angriff auf Luxemburg im Mai 1940, von der nationalsozialistischen Zivilverwaltung unter Gauleiter Gustav Simon und den ersten Funken an Resistenz im Land. Dann geht’s los. Die Gruppe begibt sich in gemächlichem Tempo auf den gepflasterten Weg hinauf in Richtung der Felder und des Biwischer Walds.