Den Musen gewidmet

Ateliers Sixthfloor Neimillen in Koerich eröffnet siebtes internationales Skulpturen-Symposium

In den Ateliers von Sixthfloor Neimillen in Koerich wurde das 7. internationale Skulpturen-Symposium letzten Samstag mit einer sehenswerten Ausstellung in der Piazza des Gebäudes eröffnet. Bis zum 3. August gestalten Lukas Arons (Schweden), Tom Flick (Luxemburg), Doru Nuta (Rumänien), Alberto Scodro (Italien) und Abe Wientjens (Niederlande) der Muse Euterpe gewidmete Skulpturen. Bei diesem „work in progress“ können Besucher den Bildhauern bei der Arbeit über die Schulter schauen und gleichzeitig die rund 30 Exponate umfassende Schau mit kleineren Werken bewundern.

Skulpturen-Ausstellung der fünf Symposium-Künstler in der Piazza des Ateliergebäudes

Skulpturen-Ausstellung der fünf Symposium-Künstler in der Piazza des Ateliergebäudes Foto: Sixthfloor

Seit 2007 organisiert Tom Flick alle drei Jahre das internationale Muse-Symposium in Koerich, eine Initiative, die er vom österreichischen Bildhauer Karl Prantl übernommen hat. Dieser schuf 1958 das erste Symposium dieser Art in St. Margarethen. Er orientierte sich dabei am Grundgedanken „des intellektuellen sowie künstlerischen Wettstreits in einem ungezwungenen Beisammensein“. Die aus der Antike hergeleitete Idee wird auch in anderen kulturellen Disziplinen angewandt. Stand bei Prantl „ein Sein mit dem Material und die Verbundenheit mit der Natur“, wie er es 1959 formulierte, im Mittelpunkt, so geht es bei Tom Flick und seinem Symposium um „den künstlerischen Wettstreit und die intellektuelle Dimension“. Flick, der gerne den Ursprüngen der Skulptur in der Antike auf die Spur geht, hat dem Symposium den Zusatz „Muse“ hinzugefügt, „personifiziert sich doch der kreative Gedanke par excellence“ in dieser „göttlichen“ Figur. Und die Webseite des Symposiums ergänzt: „Als feste Begleiterin Apollons, des Gottes der Ratio und der Künste, inspiriert sie Kunst und Geist gleichermaßen.“

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