Ausstellung in Berlin
Am Ursprung des Bösen
Vergangenen Woche wurde in Berlin die mehrsprachige Wanderausstellung des „Musée de la Résistance“, „Between Shade and Darkness“, eröffnet. Die Ausstellung befasst sich mit der Situation der jüdischen Gemeinschaft in Luxemburg in den Jahren zwischen 1940 und 1945.
Dargestellt werden viele Einzelschicksale Foto: Simone Mathias
Da war zum Beispiel der 18-jährige Friseur Josy Schlang, gebürtiger Rodanger, jüdischer Abstammung. Er wurde nach seiner Ankunft im Ghetto Lodz im Oktober 1941 von seiner Familie getrennt. 1942 wird er nach Auschwitz deportiert. Als sich die russischen Truppen näherten, wurden die Insassen am 19. Januar 1945 auf einen Todesmarsch nach Mauthausen geschickt. Josy überlebte. Am Tag der Befreiung wog er weniger als vierzig Kilo. Seine Familie sollte Josy nie wieder sehen.