Tradition
Am Freitag feiert Luxemburg den „Léiffrawëschdag“
Am 15. August steht Luxemburg traditionell still – Mariä Himmelfahrt ist ein staatlich anerkannter Feiertag. Doch hinter dem luxemburgischen Namen „Léiffrawëschdag“ steckt mehr als nur ein kirchlicher Gedenktag.
Einen „Wësch“ gefällig? Den kann man in Greiweldingen erhalten Foto: Editpress
„Léiffrawëschdag“ – so nennen die Luxemburger Mariä Himmelfahrt. Klingt nach Waschtag, hat aber mit Wasser und Seife nichts zu tun. Vielmehr ist der Name im alten Aberglauben verankert. Der „Wësch“ bezeichnet nämlich einen Kräuterstrauß, der gesegnet und später im Haus oder Stall aufgehängt wird. So sollen Mensch und Tier vor allerlei Bösem bewahrt werden. Schon die Germanen nutzten Kräuter in ihren Riten, doch der Wortbeginn „léif Fra“ liefert den Beweis, dass die Christen die Tradition übernommen haben. Denn damit ist die „Heilige Maria“ gemeint. In Luxemburg wurde das Fest früher fast überall, heute nur noch in einzelnen wenigen Orten, praktiziert.