Vor 25 Jahren
Als Henri den Thron bestieg: Claude Wolf und Pierre Dillenburg erzählen von einem Tag voller Emotionen – und Pannen
Der Thronwechsel steht vor der Tür: Am kommenden Freitag übernimmt Guillaume das Amt seines Vaters Henri, der selbst vor 25 Jahren von Großherzog Jean das Zepter übernahm. Was hat sich seitdem verändert? Wie lief der Wechsel damals ab? Die ehemalige „Revue“-Chefin Claude Wolf und Adelsexperte Pierre Dillenburg blicken in die Vergangenheit.
Großherzog Henri (l.), Erbgroßherzog Guillaume (M.) und der ehemalige Großherzog Jean bei der „Sovereign’s Parade“ der Königlichen Militärakademie in Sandhurst, England, im August 2002 Foto: Editpress-Archiv
Vor 25 Jahren, am 7. Oktober 2000, erlebte Luxemburg einen historischen Übergang: Großherzog Jean trat nach 35 Jahren zurück, sein Sohn Henri bestieg den Thron. Mitten im Geschehen war Pierre Dillenburg, selbsternannter Adelsexperte und damaliger Verwaltungsmitarbeiter der Abgeordnetenkammer. „Ich habe den Thronwechsel fast alleine in der Chamber orchestriert“, sagt er heute rückblickend im Tageblatt-Interview auf dem Clairefontaine-Platz. Dillenburg begann 1967 als „Attaché universitaire“ und wurde im Jahr 2000 „Greffier“ – heute Generalsekretär genannt. Er war damals unter anderem für die Renovierung des Plenarsaals der Chamber zuständig: „Meine Arbeit wurde teilweise belächelt, doch Großherzog Jean und Großherzogin Joséphine-Charlotte waren mit dem Ergebnis zufrieden.“