Im Kino

90 Minuten, die wehtun sollen: Alex Garlands neuer Kriegsfilm „Warfare“

Nach „Civil War“ widmet sich Alex Garland einmal mehr dem Thema Krieg. In „Warfare“ rekonstruiert der britische Regisseur und Drehbuchautor einen Einsatz im Irak-Krieg – ausgehend von den wahren Erlebnissen eines US-Navy-Seals. Das Ergebnis: weniger eine ideologische Aufarbeitung der US-Invasion als vielmehr eine körperlich-affizierende Filmerfahrung.

An der Frontlinie: Kit Connor als Soldat in „Warfare“ von Alex Garland und Ray Mendoza

An der Frontlinie: Kit Connor als Soldat in „Warfare“ von Alex Garland und Ray Mendoza Foto: A24

Der britische Filmemacher und Drehbuchautor Alex Garland zeigt in seinen Filmen immer wieder Kipppunkte, die auch Grenzerfahrungen sind. Überschreitungen, die er bisher mittels apokalyptischer Szenarien beschrieb. Garland ist ein zweifelnder Beobachter des menschlichen Fortschritts, des technologischen in „Ex Machina“ (2014) sowie des Anthropozäns in „Annihilation“ (2018), – und des gesellschaftlichen Rückschritts: in Form der patriarchalen Hegemonie in „Men“ (2020) und der innerstaatlichen Kriegsgewalt in „Civil War“ (2024). Gerade letzterer untersuchte die Medialisierung von Gewalt und den Status der Bilder im Kontext kriegerischer Auseinandersetzungen.

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