Urteil

18 Jahre Gefängnis, davon zwölf auf Bewährung für Jeunesse-Jugendtrainer 

18 Jahre Gefängnis, davon zwölf auf Bewährung: So lautet das Urteil in erster Instanz gegen den Jugendtrainer von Fußball-Rekordmeister Jeunesse Esch. Der hatte einem Asylbewerber am Rande des Minimes-Trainings auf dem Vereinskomplex in der Hiehl tödliche Verletzungen zugefügt. 

Ende Januar 2023 wurden die Polizisten gleich zweimal auf den Trainingskomplex in die Hiehl gerufen. Das Drama hier endete für einen 25-jährigen Asylsuchenden tödlich.

Ende Januar 2023 wurden die Polizisten gleich zweimal auf den Trainingskomplex in die Hiehl gerufen. Das Drama hier endete für einen 25-jährigen Asylsuchenden tödlich. Foto: Archiv Editpress/Tania Feller

Richterin Sylvie Conter hatte am Donnerstagnachmittag bei der Urteilsverkündung gegen den aus dem französischen Grenzgebiet stammenden Jugendtrainer L. eine klare Antwort auf die Frage gegeben, ob dieser nun der Retter von 26 Kindern oder aber ein Totschläger sei. Letzteres sei der Fall, weshalb der Jugendtrainer wegen Totschlags zu 18 Jahren Gefängnis, davon zwölf auf Bewährung verurteilt wurde. Das Argument der legitimen Selbstverteidigung und der Provokation ließ das Gericht nicht gelten. Zu den Bewährungsauflagen zählt u.a. die Teilnahme an einer Aggressionstherapie, psychologische Betreuung und die Entschädigung der Hinterbliebenen. Der wegen Körperverletzung angeklagte Vater eines Spielers wurde zwar der schweren Körperverletzung für schuldig befunden, eine Strafe aber ausgesetzt („suspension du prononcé“).

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