LSAP in Bettemburg
15 Jahre Opposition in einem Wort: „frustrierend“
Seit Februar steht Bettemburg unter neuer Führung: Mit Jean-Marie Jans (CSV) hat die Gemeinde einen neuen Bürgermeister. Für die LSAP ändert sich derweil wenig. Sie sitzt weiter auf der Oppositionsbank.
LSAP-Fraktion Bettemburg: Roby Biwer, Sylvie Jansa, Patrick Hutmacher, Linda Künsch und Guy Frantzen (v.l.), auf dem Bild fehlt Marco Estanqueiro Foto: LSAP Bettemburg
Dabei war Bettemburg über Jahrzehnte eine sozialistische Hochburg. Namen wie Lucien Lux und später Roby Biwer stehen für eine Zeit, in der die LSAP die Geschicke der Kommune prägte. Diese Kontinuität endete 2011 mit dem Machtwechsel hin zur ersten Dreierkoalition des Landes unter CSV-Führung.
Geblieben ist ein politisches Paradox: Mit sechs von 15 Sitzen ist man stärkste Kraft im Gemeinderat, aber ohne Macht. Seit dem Wechsel von Patrick Kohn von der ADR zur CSV Ende Juli 2025 hält diese ebenfalls sechs Sitze. Auch rund 15 Jahre nach dem Bruch bleibt damit dieselbe Frage: Was bedeutet Opposition unter diesen Bedingungen? Fünf Fragen an LSAP-Fraktionsmitglied Roby Biwer.