Krieg in Nahost

Zwischen Bruch und Befreiung: Amir Vesali über den Zwiespalt nach dem Tod des iranischen Diktators

Erleichterung und Angst zugleich: Amir Vesali, der den Iran als Kind verlassen musste, beschreibt das moralische Paradox dieser Tage. Zwischen Jubel über das Ende eines Unterdrückers und der Sorge vor einem regionalen Machtpoker, der die Zivilbevölkerung zermalmen könnte.

Mann mit Schild „Khamenei ist tot“ bei Kundgebung in Atlanta 2026, Menschen schwenken alte iranische Flaggen von 1979

28. Februar, Atlanta (Georgia): Ein Mann hält ein Schild hoch mit der Aufschrift „Khamenei ist tot“, während Menschen bei einer Kundgebung iranische Flaggen aus der Zeit vor der Islamischen Revolution von 1979 schwenken Foto: AFP

Beides zugleich ist kein Widerspruch, sondern die Lage, in der man heute über Iran spricht – und vielleicht auch sprechen muss, wenn man es ernst meint und nicht bloß moralische Parolen austauscht. Es fühlt sich surreal an: Ich sitze in Europa, scrolle durch Videos aus Teheran, sehe Menschen tanzen, hupen, „Azadi“ rufen, als hätten sie für einen Moment vergessen dürfen, dass in diesem Land jedes Lachen seit Jahrzehnten einen Preis hat.

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