Belgien
Zu viele Ewigkeitschemikalien im Trinkwasser: Bluttests sollen Skandal aufklären
In Braine-le-Château im Süden Belgiens stehen ein Dutzend Menschen Schlange, um ihr Blut auf gesundheitsschädliche Ewigkeitschemikalien (PFAS) untersuchen zu lassen. Im Trinkwasser des kleinen Orts und mehrerer anderer Gemeinden in der Region Wallonien waren erhöhte PFAS-Werte festgestellt worden. Die Behörden haben bisher aber keine Ahnung, woher die Verunreinigung kommt und wie sie das Problem beheben sollen. Das sorgt in der Bevölkerung für große Verunsicherung.
Mit Bluttests soll in Braine-le-Château das Ausmaß der im Trinkwasser enthaltenen gesundheitsschädlichen Ewigkeitschemikalien PFAS ermittelt werden Foto: Nicolas Tucat/AFP
„Erst hat die Gemeindeverwaltung uns mitgeteilt, dass die Messungen unauffällig waren“, sagt der 35-jährige Douglas, der in Braine-le-Château auf die Blutabnahme wartet und nur seinen Vornamen nennen will. Die Behörden hätten aber gar keine aussagekräftigen Zahlen gehabt und einfach nur versucht, „die Menschen so gut wie möglich zu beruhigen“.