EU-Budgetgipfel
Xavier Bettel hat „keinen Bock, hier rechnen zu müssen – wenn jeder nur den Taschenrechner zückt, dann haben wir ein Problem“
Wird das EU-Budget für die kommenden sieben Jahre gekürzt oder ausgeweitet? Und wer setzt sich durch: Die „sparsamen Vier“ oder die ausgabenfreudigen „Freunde der Kohäsion“? Das war auch 24 Stunden nach dem Start des EU-Sondergipfels in Brüssel völlig offen.
Luxemburg sei bereit, mehr Geld für die EU auszugeben, so Premierminister Xavier Bettel am Freitag in Brüssel Foto: AFP/Ludovic Marin
Klar ist jedoch, dass die Bäume nach dem Brexit nicht in den Himmel wachsen. In Brüssel geben die Zahlmeister den Ton an. Neben Deutschland sind das die Niederlande, Dänemark, Schweden und Österreich. Die „sparsamen Vier“ (frugal four) wiesen den Vorschlag von Gipfelchef Charles Michel zurück, das Budget für 2021 bis 2027 auf 1,074 Prozent der Wirtschaftsleistung festzusetzen.