Großbritannien

Wird Julian Assange in die USA ausgeliefert? Urteil gegen Wikileaks-Gründer erst im neuen Jahr

Die Beweisaufnahme endete, wie sie begonnen hatte. Auch am Donnerstag wurde das Auslieferungsverfahren gegen Julian Assange im Londoner Zentralgericht Old Bailey dominiert von neuen Anträgen der Verteidigung, empörter Ablehnung durch die Kronanwaltschaft, Sitzungsunterbrechungen – und zuletzt der kühlen Ablehnung sämtlicher Anliegen durch Richterin Vanessa Baraitser.

Auch der chinesische Dissident und Künstler Ai Weiwei (Mitte) beteiligte sich in den vergangenen Tagen vor dem Old Bailey an Protesten für die Freilassung des Wikileaks-Gründers

Auch der chinesische Dissident und Künstler Ai Weiwei (Mitte) beteiligte sich in den vergangenen Tagen vor dem Old Bailey an Protesten für die Freilassung des Wikileaks-Gründers Foto: Daniel Leal-Olivas/AFP

Noch einmal demonstrierten eine Handvoll Getreuer vor dem imposanten neobarocken Gebäude für ihren Helden. Dessen Inhaftierung stelle einen Angriff auf den Journalismus weltweit dar, betonte Wikileaks-Chefredakteur Kristinn Hrafnsson auf einer Veranstaltung der Londoner Foreign Press Association (FPA) am Freitag. Seine Organisation habe legitimerweise schwerwiegende Verstöße gegen die Menschenrechte ans Licht gebracht. „Manchmal hatte ich den Eindruck: Hier steht nicht Julian Assange vor Gericht, sondern unsere Zivilisation“, sagte Hrafnsson.

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