Österreich
Wiener Koalitionsverhandlungen auf der Kippe
Für ihre 180-Grad-Hinwendung zu den Rechtspopulisten ernten Österreichs Christdemokraten einen bitteren Lohn: Die FPÖ bedankt sich beim Koalitionspartner in spe mit Provokationen und Demütigungen en suite. Die Verhandlungen stehen auf der Kippe.
Die rechtspopulistische Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) war bei der Parlamentswahl im September mit 28,85 Prozent der Stimmen erstmals stärkste Kraft im österreichischen Parlament geworden Foto: AFP/Alex Halada
Mehr als vier Monate nach der Parlamentswahl Ende September steht Österreich weiter ohne neue Regierung da. Noch nie in der zweiten Republik hat es so lange gedauert. Und es könnte noch länger dauern. Denn die anfängliche Euphorie über die binnen drei Tagen erzielte Einigung auf ein Sparbudget zur Abwendung des drohenden EU-Defizitverfahrens ist verflogen.