Deutschland
Wie kann der Niedergang der SPD gestoppt werden?
Die frühere Kanzlerpartei hat ihren Optimismus in weiten Teilen verloren. Die SPD-Spitze kämpft gegen interne Widerstände, die Sozialdemokraten suchen nach einem neuen Markenkern. Und schauen dafür auch nach Oer-Erkenschwick.
SPD-Chef Lars Klingbeil fährt neben Kanzler Friedrich Merz einen pragmatischen Mitte-Kurs – was in seiner Partei nicht jedem gefällt Foto: Tobias Schwarz/AFP
In der SPD grummelt es. Fast auf den Tag genau vor einem Jahr hatte das der damalige SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich eingeräumt. Anlass war die Frage, wer nach dem Ampel-Bruch der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten sein sollte. Olaf Scholz etwa, der unbeliebte Kanzler ohne Regierungsmehrheit? Oder doch lieber der schon damals und bis heute unangefochtene Umfrageliebling Boris Pistorius? Dass es nicht der weiterhin amtierende Verteidigungsminister wurde, Scholz die Wahl krachend gegen Friedrich Merz (CDU) verlor und die SPD ihr schlechtestes Bundesergebnis jemals einfuhr, ist hinlänglich bekannt.