Islamismus
Wie die türkische Diaspora in Europa aus Ankara mit extremistischer Literatur geflutet wird
Die türkische Diaspora in Europa wird aus Ankara mit extremistischer Literatur geflutet: Bücher von Antisemiten, Islamisten und sogar Terroristen werden von türkischen Buchhandlungen in Österreich und Deutschland, aber auch bei Amazon angeboten.
Die Wiener Aziziye-Buchhandlung verkauft auch die Autobiografie des in Israel zu 5.200 Jahren Haft verurteilten Hamas-Bombenbauers Abdullah Barghouti Fotos: AFP/Kahana, Google/Street View
Bequeme Sessel laden ein zum Schmökern. In der Buchhandlung MGV-Publications im 15. Wiener Bezirk lässt es sich bei Tee und türkischen Snacks literarisch abtauchen in eine andere Welt — ins islamistische Paralleluniversum. Voraussetzung: Man spricht Türkisch. So wie das gerade mit 20 Prozent Rabatt angebotene Buch über „Halid Bin Velid — Schwert des Islam“, einen Feldherrn Mohammeds, zielt das Sortiment auf die türkische Community. Wer Erklärungen sucht, warum dort manche nicht warm werden mit der säkularen Demokratie, wird in Büchereien wie dieser fündig. Denn dort wimmelt es von extremistischen Autoren. Alles, was in der Islamistenszene Rang und Namen hat, ist vertreten.