Deutschland
Wie der Wahlkampf von BSW und Linkspartei im westdeutschen Sonderfall Saarland läuft
Lafontaine-Bonus für das BSW oder Aufwind für die Linke ohne Wagenknecht-Ballast? In Sachen Linkspartei bildet das Saarland seit Jahren eine Ausnahme in Westdeutschland. Der zweite Teil unserer Reportage-Reihe aus dem Wahlkampf hinter der Grenze.
Frieden gewünscht, Aufschwung gesucht. Ein Wahlplakat für das BSW in der Saarbrücker Innenstadt. Daneben: ein Leerstand. Foto: Editpress/Julian Dörr
Moskau mischt mit im deutschen Wahlkampf. Sogar im kleinen Saarland, im äußersten Südwesten. Es ist Samstagvormittag, sonnig, aber bitterkalt. In einer Woche ist Wahltag, vor der Karstadt-Filiale in der Saarbrücker Fußgängerzone haben die Parteien ihre Pavillons aufgebaut. Zum ersten Mal dabei bei einer Bundestagswahl: das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Ein weißer Pavillon mit dem Konterfei der Namensgeberin, eingerahmt von SPD, Grüne und der Satire-Partei Die Partei. Letztere hat in Saarbrücken eine kleine, aber treue Anhängerschaft. Man sitzt sogar im Stadtrat. Heute wollen die Partei’ler die Nachbarn trollen.