Südosteuropa
Wie Washington den Balkan destabilisiert
Ob gewollt oder unbeabsichtigt: Was Moskau in Südosteuropa seit Jahren versucht, ist der neuen US-Führung in wenigen Wochen geglückt – die nachhaltige Destabilisierung der labilen Vielvölkerregion.
Der bosnische Serben-Anführer Milorad Dodik in Banja Luka Ende Februar Foto: AFP
Hektische Verstärkungen der Schutztruppen, Krisensitzungen und Appelle zur Bewahrung des Friedens: Drei Jahrzehnte nach Ende des Bosnienkriegs ist der labile Vielvölkerstaat erneut in den Fokus der internationalen Diplomatie – und in den Krisenmodus gerückt. Die „Aktionen“ von Serbenführer Milorad Dodik würden „die Institutionen von Bosnien und Herzegowina untergraben und seine Sicherheit und Stabilität bedrohen“, warnte am Wochenende der neue US-Außenminister Marco Rubio: „Wir rufen alle Partner der Region dazu auf, sich diesem gefährlichen Verhalten zu widersetzen.“