Kaczynski in Polen 

Wie Putins „nützlicher Idiot“ versucht, das Steuer herumzureißen

Jaroslaw Kaczynski gilt als Buhmann der EU. Seit Jahren baut Polens starker Mann den Rechtsstaat in seinem Land zurück. Mit dem Krieg in der Ukraine wird er zu einem der wichtigsten Partner der USA. Gelingt dem nationalkonservativen Politiker der Imagewandel?

Auf der Suche nach Selenskyj und der Reinwaschung: Jaroslaw Kaczynski (2.v.r) war diese Woche zusammen mit den Regierungschefs aus Polen, Tschechien und Slowenien auf Besuch in Kiew

Auf der Suche nach Selenskyj und der Reinwaschung: Jaroslaw Kaczynski (2.v.r) war diese Woche zusammen mit den Regierungschefs aus Polen, Tschechien und Slowenien auf Besuch in Kiew Foto: Mateusz Morawiecki via Twitter

Ist es Idealismus, Idiotie, Weitsicht oder eine gezielte Provokation zugunsten Russlands? Zehn Tage ist es nun her, seit Jaroslaw Kaczynski bei einem mutigen Besuch in Kiew eine „NATO-Friedensmission“ für die Ukraine forderte. Diese sollte laut dem mächtigsten Mann Polens mit „Zustimmung des ukrainischen Präsidenten“ auf „ukrainischem Territorium agieren“ und „humanitäre und friedliche Hilfe“ leisten. Dabei solle sie allerdings „von Streitkräften geschützt“ werden und auch „in der Lage sein, sich selbst zu verteidigen“. Die NATO lehnte Kaczynskis Begehren sofort dezidiert ab, da dies einen Kriegseintritt bedeute und den Dritten Weltkrieg provozieren könnte.

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