Spanien

Wie Premier Sánchez zur europäischen Gegenstimme wird

In Europas Hauptstädten bemüht man sich derzeit sichtbar, Washington nicht offen zu verärgern. Viele Regierungen formulieren ihre Zweifel an der Rechtmäßigkeit und Sinnhaftigkeit des umstrittenen Irankriegs deshalb auffallend vorsichtig. Nur einer macht da nicht mit: Pedro Sánchez.

Pedro Sánchez, spanischer Ministerpräsident, zeigt entschlossene Haltung gegenüber US-Präsident bei europäischem Gipfeltreffen

Kein anderer europäischer Regierungschef bietet dem US-Präsidenten derart die Stirn wie der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez Foto: Thomas Coex/AFP

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez (PSOE) hat sich zum wohl deutlichsten europäischen Kritiker der amerikanisch-israelischen Militärschläge entwickelt. Während viele EU-Regierungschefs zurückhaltend bleiben, spricht Sánchez offen von einem Bruch des Völkerrechts und warnt vor einer gefährlichen Eskalation. Spanien verweigert sogar die Nutzung amerikanischer Militärbasen auf seinem Territorium für Angriffe gegen den Iran – ein Schritt, der US-Präsident Donald Trump zu wütenden Drohungen veranlasste.

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