Mafia im Urlaubsparadies

Wie Mallorca und Ibiza zur Drogen-Drehscheibe Europas wurden

Im November liegt die spanische Ferieninsel Ibiza schon weitgehend im Winterschlaf. Viele Clubs sind geschlossen, die Strände leer. Doch während die Touristensaison jetzt in der kühleren Jahreszeit abflaut, rollt auf der Baleareninsel eine andere Welle: Tonnenweise kommen Drogen, vor allem Kokain und Haschisch, an der Küste an. Ermittler bezeichnen Ibiza, die Nachbarinsel Mallorcas, bereits als neues Drogendrehkreuz Europas.

Die Balearen liegen für Drogenschmuggler strategisch gut

Die Balearen liegen für Drogenschmuggler strategisch gut Foto: dpa/Clara Margais

Aber nicht nur Ibiza ist zum Zentrum der Rauschgiftmafia geworden. Auch die große Inselschwester Mallorca, die nur rund 140 Kilometer entfernt liegt, wird von den Schmugglern als Umschlagplatz genutzt. In den 1990er-Jahren sind die Drogentransporte aus Südamerika vor allem an der spanischen Atlantikküste angekommen, heute ist das westliche Mittelmeer mit den Balearen zur wichtigsten Anlaufstelle Spaniens geworden.

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