Staatsvisite in Lettland
Wenn der Krieg konkret wird: Großherzog Henri besucht Reha-Zentrum für ukrainische Soldaten
Das nationale Rehabilitationszentrum im lettischen Jurmala empfängt seit Kriegsbeginn in der Ukraine ständig verletzte Soldaten und pflegt sie wieder gesund. Großherzog Henri hat das Zentrum mit der Luxemburger Delegation besucht – und spricht von einem „konkreten und spürbaren Einfluss des Krieges“.
Der ukrainische Soldat Ivan Lipynskyi erklärt seine Verletzungen während Großherzog Henri und Außenminister Asselborn gebannt zuhören Foto: SIP/Jean-Christophe Verhaegen
Der Weg von Riga nach Jurmala dauert 50 Minuten mit dem Auto. Aus Riga hinaus führt der Weg nach Westen an den Golf von Riga, vorbei an einem Modeoutlet am Rande der Stadt, durch Industriegebiete und Wohnviertel. Die Menschen, die sich am Mittwochmorgen entlang der Route aufgehalten haben, dürften nicht schlecht gestaunt haben, als eine von drei Polizeiwagen eskortierte Autokolonne sich ihren Weg bahnte. Nicht wenige am Straßenrand hatten das Handy gezückt, um das Spektakel festzuhalten. So imponierend die Autokolonne auch war, so ernst war der Anlass für den Tross: Großherzog Henri hat mit der Luxemburger Delegation das Rehabilitationszentrum Vaivari besucht, das sich seit Beginn des russischen Einmarsches in der Ukraine um ukrainische Soldaten kümmert.