„Dokument der Schande“
Welt am Scheideweg: Klimarat IPCC drängt auf mehr Klimaschutz-Tempo
Die Erde erhitzt sich immer stärker, der Handlungsdruck wächst – das zeigt der neue Bericht des Weltklimarats. UN-Generalsekretär Guterres spricht von einem „Dokument der Schande“ – und erhebt Vorwürfe. Greta Thunberg nennt den Inhalt „verwässert“.
Die Welt muss laut IPCC in großem Umfang in erneuerbare Energien investieren und die Treibhausgasemissionen drastisch reduzieren, unter anderem durch eine massive Einschränkung der Nutzung von Kohle, Öl und Gas Foto: dpa/Federico Gambarini
Nur eine rasche und drastische Senkung des Treibhausgas-Ausstoßes kann die Erderwärmung nach Einschätzung des Weltklimarats noch auf maximal 1,5 Grad begrenzen. Die Zeit zum Handeln sei gekommen, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Bericht des Weltklimarats (IPCC). „Wir sind an einem Scheideweg. Die Entscheidungen, die wir jetzt treffen, können eine lebenswerte Zukunft sichern“, erklärte der IPCC-Vorsitzende Hoesung Lee. „Wir haben die Werkzeuge und das Wissen, um die Erwärmung zu begrenzen.“ UN-Generalsekretär Antonio Guterres erhob schwere Vorwürfe gegen Wirtschaft und Politik.