Iran
Was wir über den verletzten Schattenführer Modschtaba Chamenei wissen
Irans Oberster Führer Modschtaba Chamenei trat seit Kriegsbeginn nicht mehr öffentlich auf. Von einem geheimen Ort verschickt er Botschaften.
Modschtaba Chamenei ist seit März Irans Oberster Führer. Sein Bild hängt an vielen Gebäudefassaden in Teheran. Foto: AFP
Der Mann mit dem freundlichen Lächeln trägt eine randlose Brille und einen schwarzen Turban. Modschtaba Chamenei ist seit März Irans Oberster Führer. Sein Bild hängt an vielen Gebäudefassaden in Teheran. Es wird im Staatfernsehen eingeblendet, wenn ein Sprecher die schriftlichen Botschaften Chameneis verliest. Doch seit dem 28. Februar ist der 56-Jährige öffentlich nicht mehr aufgetreten. An jenem Samstag wurde Ali Chamenei, bis dahin der Oberste Führer des Landes, durch einen Angriff israelischer Blue-Sparrow-Raketen getötet. Modschtaba, der sich ebenfalls in der Residenz seines Vaters aufhielt, trug bei den Bombardierungen schwere Verletzungen davon. Seine Ehefrau und sein Sohn starben.
Seitdem wird heftig über den Gesundheitszustand Chameneis spekuliert. Die New York Times berichtet mit Verweis auf vier hochrangige iranische Regierungsbeamte, dass Chamenei dreimal an einem Bein operiert worden sei. Er warte nun auf eine Prothese. An einer Hand sei ebenfalls ein Eingriff vorgenommen worden. Sein Gesicht und seine Lippen hätten schwere Verbrennungen erlitten, weshalb er kaum sprechen könne.