Deutschland

Was das Möbelhaus IKEA mit DDR-Knästen zu tun hatte

Auch noch nach fast 35 Jahren Deutsche Einheit hinterlässt die politische Verfolgung in der DDR deutliche Spuren. Die Aufarbeitung des Unrechts geht nur langsam voran – aber es gibt auch gute Nachrichten.

Die SED-Opferbeauftragte beim Deutschen Bundestag, Evelyn Zupke, legte am Dienstag ihren Bericht vor

Die SED-Opferbeauftragte beim Deutschen Bundestag, Evelyn Zupke, legte am Dienstag ihren Bericht vor Foto: dpa/Kay Nietfeld

Wie lange die Aufarbeitung von erlebtem Unrecht dauern kann, lässt sich am Beispiel des Möbelhauses IKEA schildern. In der DDR wurden in den 1970er und 1980er Jahren Möbel für das Unternehmen teils von politischen Häftlingen produziert. Als das öffentlich bekannt wurde, leitete IKEA 2012 eine unabhängige Untersuchung ein, später kamen wissenschaftliche Studien zur DDR-Zwangsarbeit hinzu. Im vergangenen Herbst, genauer im Oktober 2024, sagte IKEA eine Entschädigung zu und erklärte, dem bundesweiten Härtefallfonds für Opfer der SED-Diktatur sechs Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.

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