69 Tote in Spanien

Warum stoppte niemand den Zug?

Während an der Unfallstelle nach dem schweren Zugunglück vom Mittwoch die Aufräumarbeiten weitergehen, steht die Frage im Raum, wie es zu der neuerlichen Katastrophe kommen konnte.

Am Unglücksort gingen die Aufräumarbeiten auch während der Nacht weiter

Am Unglücksort gingen die Aufräumarbeiten auch während der Nacht weiter Foto: Oscar Del Pozo/AFP

Lastkräne begannen am Donnerstag, die tonnenschweren Teile der zertrümmerten Eisenbahnwaggons anzuheben, die unterhalb der Gleise in der Böschung liegen. Feuerwehrleute und Soldaten suchen zwischen verbogenen Stahlteilen nach weiteren Opfern. Währenddessen sichern Ermittler am Unfallort Spuren, die Aufschluss darüber geben könnten, wie es zu dem verheerenden Zusammenstoß am Mittwochmorgen kam. Es ist bereits die zweite schwere Zugkatastrophe, die Spanien in diesem Jahr erschüttert.

Einen Tag nach dem schweren Zugunglück in der Nähe des Dorfes Urda in der zentralspanischen Provinz Toledo steht Spanien unter Schock. Die Fahnen in Spanien wehen auf Halbmast. Spaniens Regierung ordnete drei Tage Staatstrauer an. König Felipe VI. und Königin Letizia zeigten sich erschüttert und sprachen von einer „furchtbaren Tragödie“. Sie besuchten am Donnerstag einige der Überlebenden, die im Hospital in Toledo behandelt werden.

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