Project Syndicate
Warum alle Länder einen Beitrag zur Beendigung der globalen Armut leisten sollten
Die globale Reaktion auf die Covid-19-Pandemie hat bereits Billionen von Dollar verschlungen und niemand weiß, wie viel sie letztendlich kosten wird. Ist es möglich, auf eine viel länger anhaltende Krise – die weltweite Armut – auch nur mit einem Bruchteil dieser Mittel zu reagieren?
Foto: dpa/Sergio Acero/colprensa
Die reicheren Länder sind derzeit verpflichtet, 0,7 Prozent ihres Bruttonationaleinkommens (BNE) für internationale Entwicklungshilfe auszugeben. Dieses Ziel wurde 1969 von der Pearson-Kommission festgelegt und im darauffolgenden Jahr in einer Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. Die Länder erzielten diese Vereinbarung vor einem halben Jahrhundert in einer Welt, in der die Armut weltweit sehr hoch war. Damals wurde die Welt zu Recht als binär wahrgenommen: Der Norden war wohlhabend, der Süden arm.