Österreich

Warnsignal für Austro-Ampel: Sozial- und Christdemokraten bei Wiener Landtagswahl abgestraft

Österreichs seit acht Wochen amtierende Ampelkoalition hat den ersten Test vermasselt: Bei den Wiener Landtags- und Gemeinderatswahlen am Sonntag verloren ÖVP und SPÖ stark. NEOS legte zwar leicht zu, droht aber aus der Wiener Stadtregierung zu fliegen. Die rechtspopulistische FPÖ setzt ihren Höhenflug fort, umwirbt die SPÖ aber wohl vergeblich.

Der Alte bleibt wohl der Neue: Wiens sozialdemokratischer Bürgermeister Michael Ludwig

Der Alte bleibt wohl der Neue: Wiens sozialdemokratischer Bürgermeister Michael Ludwig Foto: AFP

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig bleibt fest im Sattel sitzen, auch wenn seine SPÖ gestern ihr bisher schlechtestes Ergebnis eingefahren hat. Mit knapp 39 Prozent der Stimmen bleiben die Genossen laut letzten Hochrechnungen trotz einem Minus von 2,3 Prozentpunkten gegenüber der Wahl vor fünf Jahren unangefochten die Nummer eins der Bundeshauptstadt. Ludwig regierte bisher mit der liberalen NEOS-Partei, die auf Bundesebene in der Ampel gemeinsam mit SPÖ und ÖVP regiert. Gestern Abend stand die Koalition auf der Kippe, denn das NEOS-Plus von 7,5 auf 9,5 Prozent kann das rote Minus möglicherweise nicht ganz ausgleichen. Ob die beiden Parteien im Landtag doch noch eine Mini-Mehrheit haben werden, wird möglicherweise erst heute feststehen.

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