Hybride Bedrohungen durch Russland
Waffenfund nahe Berlin – Dobrindt spricht von „Anschlagsplanungen“
Medienberichten zufolge gehen die Sicherheitsbehörden davon aus, dass die Waffen für Agenten hinterlegt worden seien, die im Auftrag Russlands in Deutschland Attentate ausführen sollten. Ein Verdächtiger sitzt in Rumänien in Haft.
In einem Wald am Rande Berlins hat der Verfassungsschutz zwei Handfeuerwaffen samt Munition gefunden Foto: Robert Michael/dpa
Die Meldungen von hybriden Anschlagsversuchen auf Deutschland häufen sich in dichter zeitlicher Reihenfolge: Der Verfassungsschutz hat im vergangenen Oktober ein Waffendepot im Wald am Rande Berlins gefunden. Zwei Handfeuerwaffen und entsprechende Munition waren dort versteckt.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) bestätigte dies am Freitagnachmittag in einem kurzfristig einberufenen Pressestatement. Er sprach dabei von „Anschlagsplanungen“. Ein Verdächtiger befinde sich derzeit in Rumänien in Haft, auch dort gebe es Hinweise auf Anschlagsplanungen. Nun ermittelt der Generalbundesanwalt in dem Fall. Zuvor hatten NDR, WDR und die Süddeutsche Zeitung unter Verweis auf eigene Recherchen über den Fall berichtet.