Großbritannien
Vor rund 30 Asyl-Unterkünften haben Anwohner Proteste angekündigt
In Großbritannien drohen am verlängerten Wochenende neue Proteste vor Asyl-Unterkünften, organisiert von rechten wie linken Gruppen. Während Demonstranten Druck machen, ringt die Labour-Regierung von Keir Starmer um Lösungen für die wachsende Zahl von Flüchtlingen.
Bewohner der Napier-Kaserne, einer ehemaligen Militäranlage, die heute zur Unterbringung von Asylsuchenden genutzt wird, verbringen ihre Zeit zwischen den Gebäuden in Folkestone im Südosten Englands Foto: AFP/Chris Radcliffe
Angesichts der aufgeheizten Asyl-Debatte in Großbritannien steht den Polizeibehörden im Land ein schwieriges, durch einen Feiertag am Montag auch noch verlängertes Wochenende bevor. Vor rund 30 Asyl-Unterkünften haben Anwohner, häufig organisatorisch unterstützt von rechtsradikalen Gruppierungen, Proteste gegen „illegale Einwanderer“ angekündigt. Gleichzeitig wollen auch linke Aktivistengruppen, sogenannte Anti-Rassisten, auf die Straße gehen, wodurch die Sicherheitskräfte zwischen die Fronten zu geraten drohen. Unterdessen sucht die Labour-Regierung unter Premier Keir Starmer fieberhaft nach neuen Lösungen für die Unterbringung der zunehmenden Zahl von Flüchtlingen.