Rom
Vor dem Konklave: Die Kardinäle suchen einen Papst, der verbindet – wie Jean-Claude Hollerich
Ausgrenzung, Migration, Missbrauch und Krieg beschäftigen die Kardinäle im Vorfeld des Konklaves. Gesucht wird ein Papst, der das Erbe von Franziskus weiterführt und Brücken baut. In mehr als nur einem Punkt decken sich die Erwartungen an den neuen Pontifex mit dem Profil von Jean-Claude Hollerich. Aus Rom berichtet unser Redakteur Marco Goetz.
Kardinal Jean-Claude Hollerich bei einer Messe Ende April im Vatikan. Die von den Kardinälen beim Vorkonklave geäußerten Erwartungen an den neuen Papst entsprechen in vielen Punkten dem Profil des Luxemburger Erzbischofs. Foto: Alessandra Tarantino/AP/dpa
Was tun die Kardinäle eigentlich in Rom in den Tagen, bevor das Konklave beginnt? Kurz gesagt: Sie treffen sich, lernen einander kennen und tauschen sich aus. Viele von ihnen begegnen sich zum ersten Mal persönlich. Diese Vorbereitungssitzungen heißen Generalkongregationen – oder auch schlicht: das Vorkonklave. Dieses dient nicht nur der Orientierung, sondern auch dem Austausch über die großen Fragen unserer Zeit. Zwölf solcher Treffen gab es in den letzten Tagen – das letzte am Dienstagmorgen.