Serbien/Ungarn

Von China finanzierte Schnellbahntrasse von Belgrad nach Budapest ist von Skandalen überschattet

Statt von der EU mit chinesischen Krediten finanziert: Nicht nur endlose Verzögerungen und explodierte Kosten, sondern auch Bauverstöße und Sicherheitsmängel überschatten das serbisch-ungarische Prestigeprojekt der noch immer nicht eröffneten Schnellbahntrasse von Belgrad nach Budapest.

Viktor Orban und Aleksandar Vucic vor der neuen Ungarn-Serbien Eisenbahnlinie, Eröffnung verschoben wegen ungarischer Wahlen

Keine gemeinsame Bahnfahrt für die beiden: Ungarns Regierungschef Viktor Orban (l.) und der serbische Präsident Aleksandar Vucic werden die neue Eisenbahnlinie zwischen ihren beiden Ländern nicht vor den am Sonntag in Ungarn anstehenden Wahlen eröffnen Foto: Darko Vojinovic/AP/dpa

Der vermeintliche Wahlkampftrumpf entpuppt sich als Rohrkrepierer. Die geplatzte Jungfernfahrt im Hochgeschwindigkeitszug sei für Ungarns regierende Fidesz-Partei ein „Rückschlag“, sagt Peter Kreko, der Direktor des renommierten Political-Capital-Instituts in Budapest: Die entfallene Inbetriebnahme der Schnellbahntrasse von Budapest nach Belgrad wäre für diese ein „wichtiges Wahlkampfereignis“ gewesen.

Tatsächlich hatten Premier Viktor Orban und Serbiens Präsident Aleksandar Vucic eigentlich mitten im ungarischen Stimmenstreit die Eröffnung der Trasse geplant. „Spätestens am 27. März“ sollten die ersten Personenzüge über die neuen Schienen rollen, kündigte Ungarns Außenminister Peter Szijjarto Ende Februar hoffnungsfroh bei seiner Visite in Belgrad an: Karten für die samt Grenzabfertigung gut dreistündige Fahrt seien bereits ab 26 Euro erhältlich.

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