Hintergrund
Vier Monate Ruhe: Warum in der Ostukraine die Waffen schweigen
Seit vier Monaten hält in der Ostukraine ein Waffenstillstand. Für lokale Bewohner bedeutet das mehr Sicherheit in ihrem Alltag. Die Hintergründe für die unerwartete Entspannung liegen in Moskau.
Militärzeremonie in Kiew: Im Osten der Ukraine schweigen die Waffen, auch dort ist das Leben ruhiger geworden Foto: AFP/Sergei Supinsky
Seit fast vier Monaten hält eine Waffenruhe in der Ostukraine. Das gab es noch nie in dem seit Frühling 2014 dauernden Konflikt zwischen ukrainischer Armee und Kreml-treuen Separatisten. Fast zwei Dutzend von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) vermittelte Waffenstillstände waren zuvor gescheitert. Es dauerte meist nur ein paar Tage, bis sich ein bekanntes Muster wiederholte: Ein Schuss führte zum nächsten. Und der Einsatz schwerer Waffen ließ nicht lang auf sich warten.