Bosnien

Verurteilter Serbenführer Milorad Dodik sorgt im Vielvölkerstaat für verschärfte Spannungen

Keiner hält die Dauerkrise in Bosnien und Herzegowina so hartnäckig am Köcheln wie der gewiefteste Strippenzieher im Vielvölkerstaat: Serbenführer Milorad Dodik droht nach seiner noch nicht rechtskräftigen Haftstrafe wieder einmal mit einer Sezession des Teilstaates der Republika Srpska.

Der bosnische Serbenführer Milorad Dodik wird von seinen Anhängern nach der Urteilsverkündung in Banja Luka gefeiert

Der bosnische Serbenführer Milorad Dodik wird von seinen Anhängern nach der Urteilsverkündung in Banja Luka gefeiert Foto: Elvis Barukcic/AFP

Die genuschelten Worte des wuchtigen Würdenträgers haben im Vielvölkerstaat Bosnien-Herzegowina Gewicht. Ob als Premier oder Präsident des Teilstaates der Republika Srpska oder als serbisches Mitglied von Bosniens dreiköpfigen Staatspräsidium: Seit über zwei Jahrzehnten teilt der frühere Basketballer Milorad Dodik bei den bosnischen Serben die Karten aus.

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