Kosovo
Verschärfte Spannungen nach der Abwahl von Premier Kurti – auch zwischen EU und USA
Einen Monat nach dem von den USA beschleunigten Ende von Kosovos hoffnungsloser „Koalition der Hoffnung“ ist in Pristina noch immer keine neue Regierungsmehrheit in Sicht. Dafür durchziehen neue Gräben das Amselfeld – auch zwischen den westlichen Schutzmächten.
„Hard times“, harte Zeiten, erlebt gerade der ganze Kosovo: Zur Viruskrise kommt eine politische Krise hinzu Foto: AFP/Armend Nimani
Den Verantwortlichen für seinen Fall wittert Kosovos abgewählter Premier Albin Kurti jenseits der Landesgrenzen. Der US-Beauftragte für Kosovo, Richard Grenell, sei an dem Sturz seiner Regierung per Misstrauensvotum „direkt beteiligt“ gewesen, so der seit einem Monat nur noch geschäftsführende Premier: „Meine Regierung wurde gestürzt, weil es Grenell vor den US-Wahlen eilig hat, mit Serbien ein Abkommen zu unterzeichnen.“