Ermittlungen
Verdächtiges Schiff nach Nord-Stream-Explosionen durchsucht
Ende September 2022 reißen Explosionen Löcher in die Gaspipelines Nord Stream 1 und 2. Nach Medienberichten teilt nun die Bundesanwaltschaft mit, dass sie möglicherweise das Schiff gefunden hat, mit dem die Täter den Sprengstoff transportierten.
Dieses Foto, das am 28. September 2022 aus einem Flugzeug der schwedischen Küstenwache (Kustbevakningen) aufgenommen wurde, zeigt die Freisetzung von Gas, das aus einem Leck an der Nord-Stream-1-Gaspipeline in der schwedischen Wirtschaftszone in der Ostsee stammt Foto: AFP Photo, Swedish Coast Guard
Bei ihren Ermittlungen zu den Explosionen an den Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 hat die Bundesanwaltschaft im Januar ein verdächtiges Schiff durchsuchen lassen. Es bestehe der Verdacht, dass es zum Transport von Sprengsätzen verwendet worden sein könnte, die am 26. September 2022 an den Pipelines explodiert waren, teilte eine Sprecherin der Karlsruher Behörde am Mittwoch auf Anfrage mit. Die Auswertung der sichergestellten Spuren und Gegenstände dauere an. „Die Identität der Täter und deren Tatmotive sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen“, hieß es weiter. „Belastbare Aussagen hierzu, insbesondere zur Frage einer staatlichen Steuerung, können derzeit nicht getroffen werden.“