Unterwegs bei den Nachbarn
Unsere große Wahlkampf-Reportage: Hinter der Grenze lauert die Polizei – oder Alice Weidel
Wenn es um Deindustrialisierung in Deutschland geht, ist das Saarland Spitze. Und trotzdem wollen im Wahlkampf lieber alle über Migration sprechen? Während die einen den Kanzler verstecken und die anderen über Kontrollen streiten, wird es düster in Deutschland. Der dritte und letzte Teil unserer Reportage-Reihe aus dem Wahlkampf hinter der Grenze.
Tageblatt-Journalist war eine Woche im deutschen Wahlkampf im Saarland unterwegs und weiß jetzt: Gleich hinter der Grenze lauert entweder die Bundespolizei oder Alice Weidel – unser Longread am Wahlsonntag Foto: AFP/Jens Schlüter
Fährt man dieser Tage in Schengen von der Autobahn ab, um die Grenzkontrollen nach Deutschland und den Stau zu umgehen, den sie verursachen, dann begegnet einem als Erstes Alice Weidel. Das Gesicht der AfD-Spitzenkandidatin prangt auf dem allerersten Wahlplakat hinter der Grenze, hoch oben an einem Laternenpfahl am Ende der Moselbrücke zwischen Schengen und Perl. „Zeit für Alice“, willkommen in Deutschland.