Mehrere Schiffe halfen nicht
Unglaubliche Odyssee: Rafie treibt tagelang im Schwimmreifen übers Mittelmeer
Ein junger Migrant aus Ägypten treibt zwei Tage hilflos auf einem aufgeblasenen Kinderschwimmreifen im Mittelmeer. Der Erschöpfung nahe, kämpft der Mann namens Rafie um sein Leben. Fünf Schiffe, die in Sichtweite seinen Weg kreuzen, ignorieren ihn. Erst eine andalusische Familie, die vor der südspanischen Küste der Badestadt Malaga mit einer Jacht unterwegs ist, reagiert und rettet den 23-Jährigen.
Seit Jahresbeginn kamen bereits mehr als 7.000 Migranten übers Mittelmeer nach Spanien – die meisten mit Booten Symbolfoto: AFP
Es ist eine dramatische Geschichte voller Hoffnung, Verzweiflung und dem Überlebenswillen eines Menschen. Zwei Tage und zwei Nächte trieb er auf dem Meer, mit nichts als einem Neoprenanzug, ein paar Schwimmflossen an den Füßen und einem halb aufgeblasenen Schwimmring, wie ihn Kinder am Strand benutzen. Die Rettung spielte sich bereits Mitte Juli ab, wurde aber erst jetzt bekannt, nachdem Rafie seine Geschichte der großen spanischen Zeitung El País erzählte.