Nato-Ostflanke

USA werden ihre Militärpräsenz in Europa reduzieren – Nato spricht von „Anpassung“

Die USA reduzieren einen Teil ihrer Truppen an der Nato-Ostflanke. Rumänien meldet den Abzug einer Brigade. Die Nato spricht von einer „Anpassung“.

Die USA werden ihre Militärpräsenz im östlichen Europa reduzieren

Die USA werden ihre Militärpräsenz im östlichen Europa reduzieren Symbolfoto: Robert Michael/dpa

Die USA werden ihre Militärpräsenz im östlichen Europa nach Angaben der Regierung in Bukarest verringern. Die USA hätten Rumänien und andere Verbündete darüber informiert, dass sie einen Teil ihrer Truppen an der Nato-Ostflanke reduzieren würden, teilte das rumänische Verteidigungsministerium am Mittwoch mit. „Die Entscheidung der USA besteht darin, die Rotation einer Brigade in Europa aufzuheben, die Einheiten in mehreren Nato-Ländern hatte.“

„Wir sprechen nicht von einem Rückzug der amerikanischen Streitkräfte, sondern von dem Ende der Rotation einer Brigade, die Einheiten in mehreren Nato-Ländern hatte, darunter Bulgarien, Rumänien, die Slowakei und Ungarn“, sagte der rumänische Verteidigungsminister Ionut Mosteanu bei einer Pressekonferenz. In Rumänien bleiben seinen Angaben zufolge nach der Änderung rund 1000 US-Soldaten stationiert, um zur „Abschreckung jeglicher Bedrohung“ beizutragen.

Strategische Infrastruktur bleibt unangetastet

„Die strategischen Fähigkeiten bleiben unverändert“, fügte der Minister hinzu. So bleibe das Raketenabwehrsystem in Deveselu „voll einsatzbereit“. Auch die Luftwaffenbasis von Campia Turzii und die Basis Mihail Kogalniceanu mit einer Luftwaffen-Kampfeinheit blieben mit US-Präsenz bestehen.

Nach Angaben des rumänischen Verteidigungsministeriums war „die Entscheidung erwartet worden“. Sie sei „das Ergebnis der neuen Prioritäten“ der US-Regierung unter Präsident Donald Trump, die im Februar angekündigt worden seien.

Nato: Geringere US-Militärpräsenz eine „Anpassung“

Nach Angaben der Nato handelt es sich bei der angekündigten Verringerung der US-Militärpräsenz in Osteuropa um eine „Anpassung“. „Selbst mit dieser Anpassung bleibt die US-Truppenpräsenz in Europa größer als sie es seit vielen Jahren war, mit deutlich mehr US-Truppen auf dem Kontinent als vor 2022“, teilte ein Nato-Beamter in Brüssel am Mittwoch mit. Das Vorgehen sei „nicht ungewöhnlich“.

Die USA hätten die Nato vorab über die Pläne informiert, erklärte der Beamte weiter. Das Militärbündnis und die US-Behörden stünden in engem Kontakt, „um sicherzustellen, dass die Nato ihre robuste Fähigkeit zur Abschreckung und Verteidigung beibehält“. Am Bekenntnis der USA zur Nato gebe es keine Zweifel.

Das rumänische Verteidigungsministerium hatte am Mittwoch mitgeteilt, die USA hätten ihre Verbündeten darüber informiert, dass sie einen Teil ihrer Truppen an der Nato-Ostflanke reduzieren würden. Aus Washington gab es zunächst keine Bestätigung der Pläne.

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