UN-Menschenrechtsrat
USA kehren als Beobachter zurück – kandidieren sie richtig, gerät Luxemburg in Zugzwang
Seit Antritt von US-Präsident Joe Biden vergeht kaum ein Tag, ohne dass die USA sich als Mitspieler in der internationalen Diplomatie zurückmeldeten. Diesmal könnte die Entscheidung einen direkten Einfluss auf Luxemburgs internationale Bemühungen haben.
Unter Präsident Joe Biden kehren die USA auf die internationale Bühne zurück – für Luxemburg könnte das ein Mehr an Lobby-Arbeit bedeuten Foto: AFP/Saul Loeb
Am Montag kündigte ein US-Sprecher bei den Vereinten Nationen in Genf die Rückkehr der USA als Beobachter in den UN-Menschenrechtsrat an. „Wir tun das in dem Wissen, dass der wirksamste Weg, die Arbeit des UN-Menschrechtsrats zu verbessern und zu reformieren, ein Engagement in prinzipieller Form ist“, sagte der Geschäftsträger Mark Cassyre. US-Außenamtschef Antony Blinken sagte am Montag die USA würden zunächst als Beobachter „mitsprechen, an Verhandlungen teilnehmen und sich mit anderen zusammenschließen, um Resolutionen einzubringen“. Joe Biden habe demnach das Außenministerium angewiesen, sich „sofort und entschieden“ wieder in dem Gremium zu engagieren.