Serbien
USA fordern von Belgrad die Übernahme der Gazprom-Mehrheit am NIS-Konzern
Hartnäckig hat sich das russophile Serbien bisher der Übernahme der EU-Sanktionen gegen Moskau verweigert. Nun machen dem EU-Anwärter die verschärften US-Sanktionen zu schaffen, die mit dem von der Gazprom kontrollierten NIS-Konzern ein heimisches Schlüsselunternehmen treffen.
Gazprom-Tankstelle in Belgrad: Die USA setzen auch Serbien mit neuen Sanktionen gegen Russland unter Druck Foto: AFP/Oliver Bunic
Für Interpretationen ließ die glasklare Botschaft des Gastes aus Washington kaum Raum. Russland habe den Energiekonzern NIS 2008 für „eine kleine Summe“ erworben und ziehe nun „mehr Geld aus Serbien, um es in der Ukraine ausgeben zu können“, so der US-Diplomat James O'Brien bei seiner Belgrad-Visite zu Wochenbeginn: „Wir wollen, dass dieser Geldfluss versiegt.“ Die einzige Art und Weise, „das Risiko auf null zu reduzieren“, sei, dass die russische Beteiligung an der NIS „auf null schrumpft“.